Die Idee

 



 

Mit Kopf, Herz und Hand für die Natur

Naturschutz und Soziales verknüpfen – diese Idee soll im Gebiet des Rohrhardsbergs (www.rohrhardsberg-life.de/) in der Region Schonach im Mittleren Schwarzwald umgesetzt werden. Bei dem Projekt arbeiten Fachleute aus der Jugendhilfe Hand in Hand mit Experten aus dem Forstbereich, um jungen Menschen den Lebensraum Wald, Maßnahmen zu seinem Schutz und berufliche Tätigkeitsfelder in diesem Umfeld zu vermitteln.

Das Konzept widmet sich Jugendlichen aus Jugendhilfeeinrichtungen. Aus ganz Deutschland werden sozial benachteiligte Jugendliche an erlebnispädagogischen Projektwochen teilnehmen und dabei auf einem Waldzeltplatz wohnen. Hier entdecken sie den Lebensraum Wald mit Kopf (Wissensvermittlung), Herz (emotionale Erlebnisse) und Hand (tatkräftige Mitarbeit bei Naturschutzmaßnahmen).

Unter der Anleitung von Forstexperten führen die Jugendlichen gemeinsam konkrete Forst- und Waldnaturschutzmaßnahmen durch. Der Bildungsansatz ist erlebnispädagogisch ausgerichtet und sorgt dafür, dass die Jugendlichen aktiv für die Natur tätig sind und für Naturschutzbelange sensibilisiert werden.

 

Voneinander profitieren

Hier verbindet sich ein aktives Netzwerk aus Jugendhilfereinrichtungen mit Fachleuten aus dem Forst. Beide gemeinsam schaffen ein Naturbildungsprojekt, von dem alle Seiten gleichermaßen profitieren. Die Jugendlichen arbeiten aktiv für den Naturschutz und bekommen dabei auch wichtige Impulse und Perspektiven für ihre Zukunft. Die Auswahl der Projektpartner ist genau auf die Zielgruppe der Jugendlichen abgestimmt: Forstmitarbeiter und erfahrene Pädagogen führen die Jugendlichen gemeinsam an die Natur heran und schaffen Bewusstsein für ihre Schutzwürdigkeit.

Die Schutzmaßnahmen knüpfen an das bestehende LIFE-Projekt an und dehnen dort angewandte Maßnahmen auf die wertvollen Naturlandschaften des Umfelds aus, was letztlich der gesamten Region zu Gute kommt.

 

Innovatives Modell schafft neue Blickwinkel

Das Projekt ist ein Modellprojekt für die Kooperation zwischen Jugendhilfe und Naturschutz. Häufig stehen sozial benachteiligte Jugendliche durch unangepasstes Verhalten im Fokus der Öffentlichkeit – mit diesem Projekt kann gezeigt werden, dass sie auch das Potenzial haben, Mitverantwortung zu übernehmen und Engagement zu zeigen.

Eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit wird das Projekt begleiten. Die positive Resonanz und Wertschätzung aus der Bevölkerung soll das Selbstwertgefühl der Jugendlichen stärken und sie über die Projektwochen hinaus motivieren, sich für die Natur zu engagieren.

Während den Projektwochen erhalten sie intensive Einblicke in die „Grünen Berufe“ und lernen eine berufliche Option kennen, die ihnen trotz schwieriger Schulbiographie eine interessante Zukunftsperspektive eröffnet. Das Projekt wird Jugendliche aus ganz Deutschland erreichen und eine Vorbildfunktion übernehmen. Durch Fortbildungen zum Thema Waldpädagogik für die Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie die Erstellung eines Leitfadens wird ein Nachahmungseffekt gefördert.

 

 

 

Ziele

 

 

Ziele des Projekts wildewaldwelt.de sind u.a.

 

•   Lebensraum erfahrbar machen!

Die Kinder und Jugendlichen verbringen die Zeit im Rahmen des Projektes unter einfachen Bedingungen draußen in der Natur. Sie erleben den faszinierenden Lebensraum Wald mit Kopf (Wissensvermittlung), Herz (emotionale Erlebnisse) und Hand (tatkräftige Mitwirkung an Forst- und Naturschutzmaßnahmen).

•   Lebensraum schützen und renaturieren!

Mit den Jugendlichen werden im Projektgebiet konkrete Maßnahmen wie die Renaturierung von Moorflächen, Schaffung von Auerwildhabitaten, Offenhaltung von Sonderstandorten, naturnähere Gestaltung des Waldes entlang der Fließgewässer etc. durchgeführt, die zu einer unmittelbaren Verbesserung der jeweiligen Lebensräume führen. Nach der Beendigung des Life Projektes „Rohrhardsberg, Obere Elz und Wild Gutach“   können so einige der dort umgesetzten Maßnahmen auf das naturschutzfachlich ähnlich wertvolle Umfeld ausgedehnt werden.

•   Partizipation erleben!

Durch die partizipative Gestaltung des Projektes erfahren die Kinder und Jugendlichen, wie sie konkret aktiv und eigenverantwortlich am Schutz des Waldes als natürliche Lebensgrundlage mitwirken können.

•   Motivation aus freiwilligem Engagement tanken!

Durch die öffentliche Wahrnehmung ihres freiwilligen Engagements für den Lebensraum Wald erleben die Jugendlichen eine Wertschätzung für ihre geleistete Arbeit, aus der sie neues Selbstvertrauen gewinnen und die sie für zukünftiges Engagement motiviert.

•   Engagierte vernetzen!

Das Projekt steht als innovatives Modell für eine gelingende Kooperation zwischen Jugendhilfe und Forst, in der die jeweiligen Kompetenzen und Potentiale für den Naturschutz miteinander verbunden und genutzt werden. Das Projekt motiviert zur Nachahmung.

•   Orientierung geben!

Im Projekt erhalten die Kinder und Jugendlichen intensiven Einblick in den Bereich der „Grünen Berufe“. Diese handlungsorientierten Berufsfelder bieten für sie eine berufliche Option, die ihnen trotz schwieriger Schulbiographien eine realistische und interessante Zukunftsperspektive eröffnet.